Der Sprachbildung unserer Jüngsten in unseren Kindertageseinrichtungen wird einen hoher Stellenwert zugesprochen, um optimale Voraussetzungen für Teilhabe in Bildung und Gesellschaft zu schaffen.
In allen städtischen Kindertageseinrichtungen basiert die Sprachbildung und -förderung auf zwei Kernelementen:
KOLIBRI („Kompetenzen verlässlich voranbrIngen“)
Das Sprachförderprogramm KOLIBRI baut auf die beiden Elemente „Singen-Bewegen-Sprechen“ (SBS) und „Intensive Sprach-Förderung“ (ISF+) auf. Beide Elemente basieren auf einer spielerischen Förderung des Kindes, die sich lediglich im zeitlichen Umfang voneinander unterscheiden: Während SBS mit 36 Zeitstunden je Kindergartenjahr die Sprachentwicklung begleitend fördert, wird im Rahmen der Teilnahme an ISF+ gezielt an die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes angeknüpft und diese individuell gefördert. Aufgrund des Umfangs der Sprachfördermaßnahme fällt hierfür ein monatlicher Zusatzbeitrag i.H.v. 7,50 Euro an.
Das Sprachförderkonzept „SprachFit“ baut auf 5 Säulen auf und setzt eine enge Kooperation der Kindertageseinrichtung mit der zuständigen Grundschule voraus. Das Ziel: Kinder sollen nur noch schulbereit in die Schule kommen. Zu viele Kinder – auch in Baden-Württemberg – verfehlen die Mindeststandards und zu wenige erreichen die Optimalstandards. Die Lösung, das haben auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer wieder betont, liegt am Anfang der Schullaufbahn. Deshalb ist diese zunehmend ins Zentrum der Bildungspolitik gerückt.
Säule 1 – Vor der Einschulung
Wird bei der Einschulungsuntersuchung (ESU) intensiver Sprachförderbedarf festgestellt, folgt an der Schnittstelle KiTa–Grundschule eine verpflichtende, zusätzliche Sprachförderung im Umfang von vier Wochenstunden in Kleingruppen.
Säule 3 – Alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KiTa
Das Förderprogramm verfolgt als Teil von SprachFit das Ziel, die alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung der Kinder in Kindertageseinrichtungen im Sinne des Kindertagesbetreuungsgesetzes (KiTaG) zu stärken und so die Anzahl der Kinder mit Sprachförderbedarf flächendeckend zu verringern. Die zusätzliche Fachkraft Sprache ist in der Kita tätig und berät, begleitet und unterstützt das Team, fördert alltagsintegriert Kinder mit Sprachförderbedarfen, führt Sprachstanderhebungen durch und setzt eine gezielte Elternarbeit um.